Im Wintersport denkt niemand gerne an das Risiko – trotzdem verunglücken jedes Jahr rund 60.000 deutsche Skifahrer, Snowboarder und Rodler. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt bei Freizeitunfällen keinen Cent. Nur eine private Unfallversicherung schützt Sie auch bei Ihren Wintersportaktivtäten. Erstklassigen privaten Unfallschutz bekommen Sie zum Glück schon für weniger als 100 Euro im Jahr.
Wenn Sie auf der Piste durch einen Unfall dauernde Gesundheitsschäden erleiden, zahlt der Versicherer Ihnen je nach Vereinbarung eine hohe Einmalleistung oder eine laufende Unfallrente. Im Versicherungsschutz enthalten sind im Normalfall auch Bergungskosten wie beispielsweise der Rettungsflug bis zu einer Höhe von 5.000 Euro. Im Ernstfall helfen die Anbieter je nach Tarif mit weiteren Zusatzleistungen. Dazu gehören die Unterstützung bei Rehabilitationsmaßnahmen oder die Finanzierung von Pflegedienst und Haushaltshilfe, wenn Sie sich unfallbedingt zeitweise nicht selbst versorgen können. Leistungsstarke Unfallversicherer beteiligen sich auch an den Kosten für den behindertengerechten Umbau des Autos oder der Wohnung. Für den Todesfall kann man im Rahmen der Unfallversicherung eine feste Leistung an eine im Vertrag bestimmte Person vereinbaren, ähnlich einer Risikolebensversicherung. Zusammen mit der Unfallversicherung lässt sich übrigens auch ein Kranken- oder Krankenhaustagegeld versichern. Das ist besonders wichtig für Selbstständige, deren Einkommen während einer unfallbedingten Krankheit oder eines Klinikaufenthalts plötzlich wegfallen würde. Wer neben dem Wintersport andere, besonders gefährliche Sportarten wie Fallschirmspringen, Felsklettern oder Motorsport betreibt, sollte beim Abschluss seiner privaten Unfallversicherung darauf achten, dass sein spezielles Hobby im ausdrücklich mitversichert ist. Andernfalls beim dem Versicherer anfragen, ob ein Einschluss gegen Prämienzuschlag möglich ist.
Verbraucherschützer empfehlen Unfallversicherungen mit progressiver Leistungsstaffelung. Bei hohem Invaliditätsgrad von 75, 90 oder 100 Prozent erhält man dann ein Mehrfaches der Basis-Versicherungssumme. In der privaten Unfallversicherung lässt sich außerdem eine Dynamik vereinbaren – um steigende finanzielle Bedürfnisse abzusichern, wird die Versicherungssumme dann regelmäßig angepasst. Praxis-Tipp: Viele Versicherer bieten Prämiennachlässe an, wenn Sie gleich mehrere Familienmitglieder gegen Unfälle absicheren.
Quelle:
finanztexter.de